Die traditionelle Thai-Massage ist in Thailand unter dem Namen Nuad Phaen Boran bekannt, was zu Deutsch so viel wie uralte heilsame Berührung bedeutet.

Die Thai-Massage basiert auf der ayurvedischen Lehre. Viele Elemente, die in der Thai-Massage vorkommen, stammen auch aus dem Yoga. Sanfte Dehnübungen wechseln sich mit druckvollen Elementen ab, die per Handballen, mit den Knien, Daumen oder Ellenbogen durch den Masseur verrichtet werden. Eine komplette Thai-Massage, die sich nach einer traditionellen Reihenfolge richtet, kann bis zu zweieinhalb Stunden dauern.

Geschichte der Thai-Massage

Thai-Massage

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Die Ursprünge der Thai-Massage gehen auf den indischen Arzt Jivaka-Komarabhacca zurück, der in Thailand auch heute noch als der „Vater der Medizin“ verehrt wird. Jivaka-Komarabhacca soll im 5. Jahrhundert vor Christus gelebt haben, also genau in der Zeit, in der auch Buddha seine Lehren entwickelte. Der Mediziner soll der Leibarzt von König Bimbisara gewesen sein und galt schon zu Lebzeiten als ein Vorreiter seiner Zunft. Nach Thailand und in andere südasiatische Länder soll die Thai-Massage der Überlieferung nach über Mönche gekommen sein. Auch heute noch gibt es in Thailand ein paar alte Palmblätter, die aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen sollen und auf denen sich erste Schriften zur Thai-Massage befinden. Über die Jahre hinweg, sind sich Experten einig, sind in die klassische Lehre von Jivaka-Komarabhacca auch Elemente aus der chinesischen Medizin sowie aus den alten Heillehren Siams in die Thai-Massage mit eingeflossen. Siam bezeichnet ein Reich, das bis 1939 existierte und im Wesentlichen die gleiche territoriale Ausdehnung wie das heutige Thailand hatte.

Die Wirkungsweise der Thais-Massage

Die Thai-Massage beruht auf dem System der ayurvedischen Lehre, bei der verschiedene Energielinien am Körper im Mittelpunkt stehen. Auf diesen Energielinien befinden sich sogenannte Marmapunkte, auch Energiepunkte genannt, die mithilfe von Druckmassagen aktiviert werden. Aus aryurvedischer Sicht gerät über diese Akkupressur sogenanntes Prana in den Körper, dass auch als Lebensenergie bezeichnet wird. Bei den Dehnübungen verbraucht der Mensch mehr Sauerstoff, ähnliches gilt auch für stärkere Pressuren. Dies führt dazu, dass der Mensch tiefer einatmet, was zu einer höheren Regeneration und Entspannung führt. Professionelle Thai-Massagen sollen dazu führen, dass es eine Linderung bei folgenden Leiden eintritt: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Rückenschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Schlafstörungen, Ohrensausen, Schock und Husten sowie einigen anderen Schmerzen.

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Am ehesten kann man wohl den Hoc Medics CBS 775H empfehlen. Diese Massageauflage bietet einen guten Mix aus Shiatsu und Thai Kompression.

Die wissenschaftliche Sicht

Fest steht, dass Thai-Massagen gut für den Blutkreislauf sind. In der Tiefenentspannung wird der Parasympathikus aktiviert, was zu einer höheren Durchblutung der Organe führt. Bei Dehnübungen kann die Muskulatur entspannen, was Verkrampfungen lösen kann. Bewiesen ist auch, dass sanfte Berührungen ein Wohlgefühl auslösen, das sowohl dem Körper als auch der Seele gut tut. Die in der Thai-Massage vorkommenden Yoga-Positionen beeinflussen sowohl die Muskel- als auch die Skeletthaltung positiv und können zu einer besseren Körperhaltung führen.

Kosten für eine Thai-Massage

Eine Thai-Massage ist für Urlauber in Thailand selbst ab zehn Euro zu bekommen. Professionellere Anwendungen kosten zwischen 20 und 50 Euro. In Deutschland fangen die Preise für Massagen in der Regel bei 30 Euro an. Wer sich für ein Komplettpaket entscheidet, das wie bereits erwähnt rund zweieinhalb Stunden dauern kann, der muss mit hundert bis zweihundert Euro rechnen. Auch wenn die Thai-Massage kein medizinisches Allheilmittel ist und die ayurvedische Lehre in Teilen auch als umstritten gilt, ist die wohltuende Wirkung der Thai-Massage erwiesen. Sie ist daher deutlich mehr als ein schöner Mythos.